Mit Tempo-30-Zonen kann innerorts, neben mehr Sicherheit für Anwohner, auch eine Lärmreduzierung erreicht werden. Verkehrsberuhigung bringt Wohnquartieren eine bessere Wohn- und Lebensqualität ein. Eine weitere Möglichkeit, um den Lärm durch den Verkehr innerorts einzudämmen, ist der Ausbau von Fussgängerzonen.
Schmalere Fahrbahnen, mehr Fussgängerzonen, Inseln für Haltestellen, schaffen Anreize für Fahrradfahrer und Fussgänger und fördern den Gebrauch von öffentlichen Verkehrsmitteln. Solche Strassen sind für den motorisierten Verkehr unattraktiv und verhindern deshalb störenden Verkehrslärm.
Road Pricing
Eine Möglichkeit zur Kontrolle des motorisierten Verkehrs ist Road Pricing. Es wird bisher in der Schweiz nur diskutiert, aber noch nicht eingesetzt. Die Idee dahinter: Wer zum Beispiel oft durch die Innenstadt fährt, soll für die Verschmutzung und den Lärm, den er verursacht, auch bezahlen. Das nennt man das Verursacherprinzip.

Road Pricing wird im Ausland bereits erfolgreich eingesetzt, etwa in London oder Rom. Abhängig von der Tageszeit muss man für das Befahren gewisser Bezirke in der Stadt bezahlen. Andere Städte wie Los Angeles verlangen einen Zoll für Stauumfahrungsstrassen.
Eine Art Road Pricing gibt es in der Schweiz für Lastwagen: Die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA). Jeder LKW, der die Schweiz durchquert, muss diese Abgabe bezahlen. Sie ist abhängig von der Strecke, dem Gewicht und weiteren Faktoren. So möchte man die Transportfirmen überzeugen, die LKWs via Eisenbahn durch die Schweiz zu fahren. Oder, falls sie eigenständig unterwegs sind, keine unnötigen Umwege zu nehmen.