Lärmerkrankungen werden durch alltäglichen Lärm ausgelöst, der keine Hörschäden verursacht. Gemäss aktueller Lärmwirkungsforschung können die gesundheitlichen Beeinträchtigungen bereits bei niedrigen Pegeln auftreten. Dies ist abhängig von der Lautstärke des Störgeräusches, der Einwirkzeit und davon, wann das Störgeräusch (Tag/Nacht) auftritt. Auch ist entscheidend, ob es Zeitfenster gibt, in denen man sich vom Lärm erholen kann.
Somit unterscheiden sich Lärmerkrankungen deutlich von akuten Schalltraumata (Schallereignisse über einige Millisekunden mit mehr als 150 dB) und chronischen Schalltraumata (Schallereignisse über Jahre mit mehr als 85 dB), die beide zu Hörschäden führen können. Mehr dazu unter Hören & Hörschäden.
Zeitlicher Ablauf von Lärmerkrankungen
Die Abbildung zeigt den zeitlichen Ablauf von Lärmerkrankungen. Es ist wichtig zu verstehen, dass Lärmerkrankungen nicht immer sofortige und bewusst bemerkbare Einschränkungen mit sich bringen. Die Erkrankungen zeigen sich häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt und weisen einen schleichenden Verlauf auf.

In Europa gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien, die die Auswirkungen von Strassen-, Eisenbahn- und Fluglärm insbesondere auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaf und psychische Gesundheit untersucht haben.