Kinder und Jugendliche hören bei intaktem Gehör Töne mit 16 Schwingungen pro Sekunde (16 Hertz) bis hin zu Tönen mit 20'000 Schwingungen (20 Kilohertz). Wer sein Gehör mit Musik oder ständigem Lärm schädigt, leidet bald unter schleichendem Hörverlust. Dieser setzt zuerst bei hohen Frequenzen ein, so dass er häufig nicht bemerkt wird. Am empfindlichsten ist das Gehör bei ca. 4000 Hertz (4 Kilohertz). Der Hörverlust wird auch als Hörschwellenverschiebung bezeichnet.


Die Alterungsprozesse des Gehörs werden insbesondere für hohe Frequenzen sehr deutlich. Grund dafür ist, dass die Haarzellen im vorderen Teil der Cochlea am stärksten beansprucht werden, sich nicht regenerieren können und deshalb nach und nach absterben.
Junge Menschen unter 20 Jahren nutzen diesen Effekt v.a. im Schulkontext mit Handy-Klingeltönen wie "Mosquito-Ton" oder "Teen Buzz" (Töne liegen meist zwischen 15 und 18 kHz). Diese Klingeltöne sind für Menschen ab 30 Jahren und älter nicht oder kaum hörbar. Mit zunehmendem Alter (50+) kann die obere Hörgrenze dann auf etwa 8 kHz oder weniger sinken.
Beschädigtes Hörfeld
Aurale, das Innenohr betreffende, Wirkungen treten oberhalb von 80 dB(A) auf. Sie haben Auswirkungen auf das Innenohr und können beispielsweise Schädigungen am Hörnerv, an den Haarzellen oder durch Einzelschallereignisse sogar mechanische Schädigungen am Trommelfell und an den Gehörknöchelchen verursachen.
Gehörschadensimulation
Bei dieser Simulation kannst du erleben, wie es sich in einem Restaurant mit und ohne Hörverlust anhört:
Moderne Kopfhörer liefern hervorragende Soundqualität. Allerdings nur für Ohren, die nicht geschädigt sind. Wer bereits einen Hörverlust hat, ist meist auch nicht mehr richtig in der Lage, Gespräche von verschiedenen Personen zu unterscheiden. Man sagt dazu, das Auflösungsvermögen des Gehörs sei beeinträchtigt.
Wie setzt es ein?
Da ein schleichender Hörverlust zuerst bei hohen Tönen einsetzt (zum Beispiel Zischlaute in Sprache und Musik), werden Schäden oft zu spät bemerkt. Auffällig wird ein Verlust erst, wenn er sich in tieferen Frequenzen ausbreitet. Dann wird schnell die Verständigung auch bei normal-lauter Umgebung schwierig.
Hörverluste können nicht medizinisch behandelt werden: Es gibt weder Medikamente noch Operationen, um die zerstörten Haarzellen im Innenohr zu reparieren. Abhilfe schaffen nur Hörgeräte, wobei auch moderne Versionen nicht jeden Verlust ausgleichen können.
Die folgenden Hörbeispiele sind Gehörschadenssimulationen, welche dir einen Eindruck geben, wie sich ein Hörverlust anhört.