Das Hören unterschiedlicher Tonhöhen (Frequenzen) und Lautstärken geschieht im Innenohr, genauer gesagt in der Hörschnecke (Cochlea). Die Cochlea ist wie eine aufgerollte Röhre, die innen mit Flüssigkeit gefüllt ist. Hohe Frequenzen regen den Anfang der Gehörschnecke an. Tiefere Frequenzen dringen dagegen weiter in die Schnecke ein. Somit zeigt der Ort, an dem die Haarzellen ausgelenkt werden, um welche Frequenz es sich handelt. Je lauter das Signal ist, desto stärker werden die Haarzellen ausgelenkt und desto stärker ist der damit verbundene Nervenimpuls.
Die Haarzellen sind sehr empfindlich und deshalb besonders anfällig für Schäden durch Lärm. Aber auch Alterungsprozesse, Durchblutungsstörungen oder bestimmte Medikamente können die Haarzellen schädigen.


Sehr lauter oder lang anhaltender Schall kann die Haarzellen dauerhaft schädigen, vor allem durch mechanische Überbelastung, bei der die Haarzellen verbogen werden oder abbrechen. Bereits jeder vierte Jugendliche ist von Hörverlusten betroffen. Überbelastung führt zum Absterben von Haarzellen (siehe Bild). Ein Nachwachsen der Zellen ist in diesem Fall nicht möglich, was zu einem permanenten Hörverlust führt.